ABOUT

Linda Maria Schwarz

Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen. Alte Sicherheiten weichen der Ungewissheit, doch zugleich öffnen sich Räume für neue Perspektiven.

Der Wandel, der in der Krise liegt und die Freiheit des Menschen, sich und seine Welt zu transformieren, genau mit dieser Dynamik beschäftigt sich Linda Maria Schwarz in ihrem künstlerischen Schaffen. Ihre Skulpturen sind Ausdruck dieser Reflexion.

Von Jugend an hat sie der Mensch an sich sehr interessiert und sie hat sich schon in ihrer Kindheit gefragt: „Was sagt mir Gestik, Körpersprache, was gibt mir das Gegenüber preis?“
Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Südsteiermark, hat sie das Leben dort zu einer guten Beobachterin geschult.
Jeder einzelne Sonnenstrahl und hunderte von Schneeflocken wurden freudig begrüßt. Die Frösche im Frühjahr, die Jahreszeiten, die ländlichen Bräuche, das Baden im nahen Fluss, alles wiederholte sich in ihrer Wahrnehmung immer und immer wieder, ohne dass es ihr je in den Sinn gekommen wäre, dass das alles auch einmal enden würde, sie diese Geborgenheit verlassen müsse.

Diese Begebenheiten haben sie stark geprägt und sind tief in ihrer künstlerischen Ausdrucksweise eingebettet.

Die Materialität und Formensprache ihrer Arbeiten in Bronze greifen diese Erinnerungen auf. Sie lässt sich führen und vertraut auf ihr Werk, das da wohl kommen mag.

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Linda Maria Schwarz explores everyday processes in order to find the extraordinary in the often seemingly banal daily life. We are faced with the difficulty of grasping everyday life. Rita Felski writes that it is, “at first glance […] everywhere, yet nowhere”. Consequently, its importance as a manifestation of certain power structures is quickly underestimated or overlooked. So, what happens when everyday life becomes art? If everyday life is no longer seen as a filling material between the great events of life and the “day-to-day” things are given enough importance to be art itself? Since art detached itself from royal and papal influence at the beginning of the 19th century, the question arose as to how it should relate to (bourgeois) everyday life. The views range from the demand for an engagement of the arts in society to a desire for complete autonomy of art (l’art pour l’art). This goes as far as the view that, as Beuys used to say, everyone in everyday life is an artist.

Through the surprisingly everyday material in her works, Linda Maria Schwarz refers abstractly to the critical content of her art – the everyday life of a woman and, not least, to that lived by herself. The artworks are souvenirs from everyday life, elevated to the – literally understood – brilliant state of a bronze sculpture. 

Elisabeth Zuparic-Bernhard